My little Pizzaboy….

… ist ein kleiner Roboter, der sich durch die relative nächtliche Ruhe einer Raumschiff-Werft bewegt, dabei auf verschiedene Wesen trifft, schließlich auf Big Brother, der aber wirklich keinen Spaß versteht….

Die Klänge –

1. Gartengeräte (Forke, Federbesen, Säge, Sense) mit Kontaktmikrofon aufgenommen;

2. der Umweltklang, im Innern eines Kupferkessels und eines Abflussrohrs von anderthalb Metern Länge, mit Richtmikrofon abgenommen, ergibt, teilweise gepitcht, den metallischen Grundklang der Szenerie.

Zwei Wesen –

1. anthropomorph: Textpassagen aus dem Time-Magazin, die Silben durcheinander geschüttelt, von einigen Text-to-Speech-Stimmen gesprochen und klanglich etwas verändert;

2. technoid: die Hauptfigur, der Versuch, Sprachsynthese in Live mit dem Operator umzusetzen; die Bewegungs- und Aktionsgeräusche stammen von einer elektrischen, aus Stromschwachheit singenden Zahnbürste, sowie dem Monotron von Korg. Crescendo und „Raketenstart“ sind vielfach gelayerte und gepitchte, aneinanderreibende Ziegelsteine.

My_little_Pizzaboy…

Vier Zeiten Ku´damm

Der Kurfürstendamm – Berlins (einstige?) Prachtstraße erhält sein Gesicht auch durch seine Seitenstraßen.

Ihn einmal, in seinem gesamten Verlauf von West nach Ost, unter besonderer Aufmerksamkeit auf die Namen der kreuzenden und hinführenden Straßen und so ein Panorama brandenburgisch – preußischer Geschichte eröffnend, abzulaufen, ist der Grundgedanke dieses Hörstücks.

Gehen, Laufen und Rennen als auditives Erleben des städtischen, wie geschichtlichen Raums, ergibt das Ausgangsmaterial, aufgenommen mit Richtmikrofon und OKM.

„Vier-Zeiten-Ku`damm“: der Anfang, die 20er und 30er, die 50er und 60er Jahre und, das auch 2011 stattgefundene, alljährliche Kellner-Rennen als „Zeitinseln“ seiner geschichtlichen und aktuellen Wirklichkeit.

Sprecherin: Josephine Lange           Aufnahmeassistenz: Max Baginski

Idee und Realisation: Tilo Schmalenberg

Vier_Zeiten_Kudamm

(wie immer: gute kopfhörer dringend empfohlen)

http://www.netzradio.de/ek/projekte/125-jahre-kurfuerstendamm/

Klang – Sound


Klang – Sound

als eine Symbiose von musikalischen, komponierten Klängen und Geräuschen des Alltags.

Klänge erzählen eine eigene Geschichte, das was sich hinter den Dingen und Geschehnissen verbirgt.

So wie der Klang einer Stimme Auskunft über die emotionale Verfasstheit ihres Inhabers gibt, erkennen wir an dem Klang eines Gerätes, eines Motors dessen Qualität und technischen Zustand.

Wir erkennen am/im Klang in einem tieferen Sinn die Dinge selbst.

Klang gibt bspw. Bildern, Szenen eines Films erst ihre eigentliche Bedeutung, kann Inhalt und Wertungen diametral verkehren.

Klang schafft unmittelbar Atmosphäre, kann, wie ein Geruch, unerwartet Erinnerung hervorrufen.

Beschäftigung mit Klang erzwingt geradezu die Frage nach der Ökologie des Klangs. Bewusster Umgang erzieht gegen das gleichgültige Hinnehmen der alltäglichen, fast unentrinnbaren Präsenz – Ausgesetztsein den Geräuschen, dem Lärm, den ständig gegenwärtigen Musikkulissen und – teppichen.

Die Suche nach dem „richtigen“, dem „besonderen“ Klang ist vielleicht eine Suche nach der vollkommenen Stille.

Die Stille zwischen den Klängen – sich fallen lassen in der Zeit.

Klang ist nur in dem sich Verändern wahrnehmbar, in einem zeitlichen Verlauf zwischen Anfang und Ende – einem Rhythmus – einem ordnenden Prinzip.

Kunst ordnet Dinge, Gedanken, Ideen – ist Erinnerung, Gegenwärtiges, Utopie zugleich.

Klang – ZeitenRaum

„shortwave-longwave“

Klangcollage aus Geräuschen des abendlichen Berlin, sowie verschiedener Radioaufnahmen aus dem Kurz- und Langwellenbereich…..

Einerseits das Sicht-/Hörbare im Moment des Wahrnehmens, andererseits,  eigentlich unsicht-/unhörbar, die Gleichzeitigkeit der Welt im Äther…

Final_Bounce_shortwave

„steps_village_epilogue“

Collage aus Klangmaterial meines unmittelbaren Umfelds, mit einem Text von P.Coelho

01 _BewerbungSoundSt_ultima09.11.10